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Ikaria: Ist es sicher? Ein ehrlicher Ratgeber für Besucher
Kurz gesagt
Ikaria ist sehr sicher, mit sehr wenig Kriminalität und entspanntem Dorfleben. Die realistischen Risiken sind die steilen, kurvigen Straßen, im Sommer der starke Meltemi und Strömungen an den Stränden der Nordküste sowie Kletterpartien hinunter zu abgelegenen Buchten. Kriminalität gegenüber Besuchern ist für die meisten Reisenden kein Thema.
Die echten Risiken
Bergstraßen
Die Straßen sind schmal, mit vielen Haarnadelkurven und Ziegen auf dem Asphalt, besonders zwischen Nord- und Südküste. Fahr langsam und überquere den Berg nicht spät nachts, wenn du es nicht gewohnt bist.
Strömungen und Wind
Die Nordküste bekommt den Meltemi mit voller Wucht ab. Wenn in Messakti und Livadi die rote Flagge weht, gibt es echte Strömungen; schwimm an diesen Tagen an der Südküste.
Steile Wege zu den Stränden
Die Strände Nas und Seychelles erreichst du über steile Pfade oder Kletterpartien. Trag Schuhe mit gutem Profil und nimm Wasser und Sonnenschutz mit, denn an den Seychelles gibt es keinerlei Service.
Halaris-Schlucht
Nach starkem Regen kann der Bach tief sein; im Spätsommer sind es meist flache Becken. Lauf in Sandalen, die nass werden dürfen.
Heiße Quellen in Therma
Die Quellen haben einen hohen Radongehalt; halte die Badezeiten kurz (etwa 15–20 Minuten) und verzichte darauf, wenn du schwanger bist oder Herzprobleme hast.
Gegenden und Zeiten, in denen du aufpassen solltest
Auf Ikaria gibt es keine Gegenden, die Besucher meiden müssen. Achte wie üblich auf deine Sachen an den Fährhäfen, wenn Schiffe ankommen, und auf vollen Panigyria im August.
Sicher unterwegs
Ein Mietwagen ist die praktische Wahl; Busse fahren bestenfalls ein paar Mal am Tag. Taxis gibt es, sie sind auf langen Strecken aber teuer, also buch sie im Voraus, besonders um späte Fähren zu erreichen. Fahrdienst-Apps gibt es nicht. Fahr nach einem Panigyri nicht alkoholisiert; organisier eine Mitfahrgelegenheit oder übernachte in der Nähe.
Alleinreisende und Frauen
Allein reisende Frauen fühlen sich auf Ikaria in der Regel wohl: Die Dörfer sind klein und herzlich, Belästigungen selten. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten: Sag jemandem Bescheid vor einer langen Solowanderung, nimm ein aufgeladenes Handy mit, da in den Bergen der Empfang abbrechen kann, und plane, wie du von späten Panigyria nach Hause kommst.
Gesundheit, Wasser und Hitze
Erkundige dich vor Ort nach dem Leitungswasser; viele Besucher trinken Wasser aus Flaschen. Sonne und Hitze auf ungeschützten Wegen und Stränden sind im Sommer die Hauptprobleme. In Agios Kirykos gibt es ein Gesundheitszentrum und anderswo kleinere Praxen; ernste Fälle werden aufs Festland oder auf größere Inseln gebracht. Apotheken gibt es in den größeren Dörfern.
Offizielle Reisehinweise
Prüfe vor der Reise die Hinweise deiner Regierung – sie werden aktualisiert, wenn sich etwas ändert.
Häufige Fragen
Ikaria: Ist es sicher?
Ja, die Kriminalität ist sehr gering. Die Hauptrisiken sind kurvige Bergstraßen, sommerliche Strömungen an der Nordküste und steile Wege zu den Stränden.
Ist es sicher, in Messakti und Livadi zu schwimmen?
An ruhigen Tagen ja. Wenn bei Meltemi die rote Flagge weht, gibt es starke Strömungen; schwimm dann lieber an der Südküste.
Sind die heißen Quellen von Therma sicher?
Für die meisten Menschen bei kurzen Badezeiten von etwa 15–20 Minuten ja. Sie haben einen hohen Radongehalt, also verzichte darauf, wenn du schwanger bist oder Herzprobleme hast.